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 Infobank Judengassse Frankfurt am Main
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Wirt

Jüdische Wirte gab es in Frankfurt immer. In der Vorgassenzeit lag das jüdische Wirtshaus nahe der Mainbrücke. Der letzte jüdische Wirt, der außerhalb der Gasse arbeitete, war Ruwen, der um 1470 starb. Mit der Errichtung der Judengasse befand sich das das Wirtshaus im Haus Affe. Die jeweiligen Wirte wohnten und arbeiteten hier. Einige von ihnen scheinen recht zwielichte Gestalten gewesen zu sein, so wurde dem Wirt Ruwen die Schankerlaubnis entzogen und der ihm nachfolgende Jitshak aus Emmerich ausgewiesen. Ein bekannter Wirt war Knebel, der zu Beginn des 16. Jahrhunderts zuerst im Schlüssel wohnte, bevor er in das Wirtshaus Affe umzog. Oftmals ging der Beruf vom Vater auf den Sohn über. In den Gasthäusern gab es häufig Glücksspiel, Falschspiel und selbst Messerstechereien waren an der Tagesordnung. Zeitweilig gab es außer dem Wirtshaus zum Affen in der Gasse noch andere Schenken.


© Jüd. Museum Frankfurt 1992-2002  /  Quellen