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Rindskopf

Die Familie Rindskopf, die zuerst Rindsfuß hieß, wurde nach einem später von ihr bewohnten Haus Rindskopf genannt. Sie stammte von dem im Jahre 1498 aus Nürnberg vertriebenen Salomon Sacke und seiner Frau Gutlin ab. Im 18. Jahrhundert begründeten die drei Söhne des Wechslers Josef Alexander, der in der Ampel lebte, drei Familienzweige, die sich über mehrere Häuser in der Gasse verteilten. Die beiden Brüder Simon und Beer Nehm Rindskopf aus der Ampel gründeten 1760 ein Bankgeschäft, das rasch Geschäftskontakte im ganzen Deutschen Reich knüpfte. Unter anderem standen sie in geschäftlicher Verbindung mit dem Hofjuden Samson Isaac Wertheimer in Wien. Bei der Namensregistrierung im 19. Jahrhundert nahmen viele Familienmitglieder neue Namen an, wie Rütten, Roberth, Rino, Ricard, Rüttenau und Rikoff, um den als unschön empfundenen Namen ablegen zu können.




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