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 Infobank Judengassse Frankfurt am Main
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Blume

Frontbreite ca. 5,40 Meter Das Haus wurde 1558 von Jacob von Minden erbaut. Seine Nachkommen haben fast alle im Haus Blume gewohnt und den Hausnamen zum Familiennamen geprägt. Das Haus war mit 5,40 Metern Frontbreite recht groß für die Verhältnisse in der Judengasse. Es diente unter anderem Mitgliedern der bekannten Familie Oppenheim als Unterkunft. Lange Zeit gab es hier auch eine Arztwohnung. Der Arzt Zalmann Bingen wohnte und arbeitete hier in der der Mitte des 17. Jahrhunderts. Bereits sein Vater und nach ihm sein Sohn übten ebenfalls den Arztberuf aus. Zahlmann selbst war mit der Tochter des berühmte Judenarztes Delmedigo verheiratet. Bei den großen Bränden in der Judengasse in den Jahren 1711, 1721 und 1796 wurde das Haus Blume dreimal zerstört. Während es nach den beiden ersten Bränden wiederaufgebaut wurde, entschied man sich nach dem Brand von 1796 für eine großzügige Neugestaltung des gesamten nördlichen Gassenareals. Das Haus verschwand dabei endgültig aus dem Frankfurter Stadtbild.


© Jüd. Museum Frankfurt 1992-2002  /  Quellen