< Start
< zurück
 Infobank Judengassse Frankfurt am Main
 Häuser  Personen  Familien  Berufe  Ereignisse  Begriffe

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Eichel

Frontbreite ca. 9,66 Meter Das Haus Eichel wurde gegenüber der Synagoge erbaut. Die Liegenschaft gehörte der Jüdischen Gemeinde und diente den Gemeinderabbinern als Amtswohnung. Mit einer Frontbreite von mehr als neuneinhalb Metern war es eines der größten Häuser der Judengasse. Neben dem Privileg, in diesem geräumigen Haus zu wohnen, genossen die Rabbiner noch andere Vorteile. So waren sie von der Hauszinssteuer befreit, die die Bewohner der anderen Häuser bezahlen mußten. Vom Rabbinerhaus nahm 1711 ein dramatisches Geschehen seinen Ausgang. In der Nacht von 14. auf den 15. Januar brach hier das große Feuer aus, das innerhalb weniger Tage die ganze Judengasse vernichte. Die Schuld an dem verheerenden Brand legte man dem damaligen Rabbiner, Naphtali Herz Kohen, zur Last. Bei der Beschießung der Stadt durch die französischen Revolutionstruppen im Jahre 1796 wurde das Haus erneut zerstört. Danach kam es zu einer groß-zügigen Neugestaltung des gesamten nördlichen Gassenareals. Das Haus verschwand dabei endgültig aus dem Frankfurter Stadtbild.


© Jüd. Museum Frankfurt 1992-2002  /  Quellen