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Goldener Trichter

Frontbreite ca. 2,75 Meter Das Haus Goldener Trichter wurde um 1595 zusammen mit dem Nachbarhaus errichtet und ersetzte das ursprüngliche Haus Gutruf. Der Erstbewohner des Hauses war Gumprecht aus dem benachbarten Haus Goldener Anker. Auch später lebten hier Familienmitglieder aus diesem Nachbarhaus, so die Familie Mainz. Um 1600 wohnten hier Juden aus Aub, einer unterfränkischen Stadt bei Würzburg. Ende des 17. Jahrhunderts lebten 2 Familien im Haus, von denen ein Familienvater sich seinen Unterhalt als Lehrer verdiente. Im Jahre 1712 wohnte hier auch Hirsch Fränkel, der Rabbiner in Idstein mit Wohnsitz in Frankfurt war. Von ihm wird berichtet, daß er um 1730 von dem Markgraf von Brandenburg gefangengenommen und angeblich lebend in einem Turm in Ansbach eingemauert wurde. Seiner Frau gelang es, nach Frankfurt zu fliehen. Bei dem großen Brand von 1711 wurde das Haus zerstört und wiederaufgebaut. Im Jahre 1865 übernahm es die Stadt und ließ es 1868 abbrechen.


© Jüd. Museum Frankfurt 1992-2002  /  Quellen