< Start
< zurück
 Infobank Judengassse Frankfurt am Main
 Häuser  Personen  Familien  Berufe  Ereignisse  Begriffe

 
 
 
 
 
 
 
 

Büchse

Frontbreite ca. 3,8 Meter Das Haus Büchse wurde um das Jahr 1560 für Salomon, Sohn des jüdischen Arztes Mendl Salomon aus Breitungen, gebaut. Das Hauszeichen stellte eine Schußwaffe und keine Sammelbüchse dar, was der eigentlichen Bedeutung des Wortes "Biks" auf jiddisch entsprochen hätte. Bis um 1630 bewohnten Mitglieder der bekannten Arztfamilie Aschaffenburg das Haus, darunter auch Männle zur Büchse. Dieser war um 1590 Teilhaber einer Handelsgesellschaft und zählte zu den höchstbesteuerten Bewohnern der Judengasse. Ende des 17. Jahrhunderts wohnten zwei Familien im Haus, von denen eine mit Wolle, die andere mit Juwelen handelte. Bei dem großen Brand von 1711 wurde das Haus zerstört und wiederaufgebaut. Im Jahre 1883 ging das Haus in den Besitz der Stadt über und wurde 1889 abgerissen.


© Jüd. Museum Frankfurt 1992-2002  /  Quellen