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 Infobank Judengassse Frankfurt am Main
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Korb und Wanne

mit Hinterhaus Blasebalg Frontbreite ca. 5,5 Meter Das Haus Korb gehört zu einer Gruppe von Häusern, die in den Jahren 1523 - 1530 entstanden und alle vom Rechneiamt den Namen von Hausgeräten erhielten. Zu diesen Häusern gehörten Krug, Flasche, Spiegel und Korb. Im Jahre 1523 wurde zunächst das Haus Korb als erstes eines Gebäudekomplexes erbaut, 1542 kam als Hinterhaus der Blasebalg hinzu. Dreißig Jahre später wurde das Vorderhaus ausgebaut und erhielt den Doppelnamen Korb und Wanne. Bei der Hausnumerierung im Jahre 1761 erhielt das Vorderhaus Korb und Wanne mit dem Hinterhaus Blasebalg die Hausnummer 55. Der Korb wurde von Salman, dem Zeugmacher,. Im 16. Jahrhundert wohnten Angehörige der Familie Goldschmidt aus Nürnberg im Haus. Seit dem 17. Jahrhundert war der Korb mit der Wanne dann das Stammhaus der bedeutenden Familie GoldschmidtHameln, aus dem westfälischen Hameln, die das Haus über 300 Jahre bewohnte. Um 1700 gehörte die Wechsel -und Juwelenhandlung "Isaac Goldschmidt seel. Wittib undSöhne in der Wanne" zu den angesehensten in der gesamten Judengasse. Gleichzeitig lebten hier auch ein Schulmeister und ein Mann, der mit "hebräischen Calendern " handelte. Bei dem großen Brand von 1711 wurde das Haus zerstört und wiederaufgebaut. Im Jahre 1879 übernahm die Stadt das Vorder- und Hinterhaus zum baldigen Abbruch.


© Jüd. Museum Frankfurt 1992-2002  /  Quellen