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Weißer Becher

mit Hinterhaus Heppe Frontbreite ca. 3,3 Meter Das Vorderhaus Weißer Becher und das Hinterhaus Heppe gehörten ursprünglich zu einem Gebäudekomplex, der aus 4 Häusern bestand und zu dem noch die Nachbarhäuser Korb mit Wanne (Vorderhaus) und das Hinterhaus Blasebalg zählten. Diese vier Häuser wurden stets als gesonderte Steuereinheiten betrachtet. Erst mit der Häusernumerierung von 1761 wurden diese beiden Häuser - Weißer Becher und Heppe - als Steuereinheit zusammengefaßt und erhielten die Hausnummer 56. Das Hinterhaus Heppe wurde im Jahre 1556 für den Schulmeister Jakob aus Prag gebaut. Er war der Vater des groß-en Lehrmeisters Akiba Frankfurter und wurde zum Stammvater der Familie Flesch, die in das Haus Flasche umzog und von dort ihren Namen erhielt. Das Haus Heppe gehörte der Jüdischen Gemeinde. Das Vorderhaus Weißer Becher wurde im Jahre 1573 von Jakob Deutz aus dem Kranich erbaut. Der Erstbewohner des Weißen Becher war Menke und stammte aus Mainz. Wie das Nachbarhaus Korb und Wanne wurde auch der Weiße Becher ausschließlich von der bedeutenden Familie GoldschmidtHameln bewohnt, deren Mitglieder als Wechsler tätig waren. Bei dem großen Brand von 1711 wurde das Haus zerstört und wiederaufgebaut. Im Jahre 1879 übernahm die Stadt die Häuser zum Abbruch.


© Jüd. Museum Frankfurt 1992-2002  /  Quellen