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Goldene Gerste und Silberne Kanne

Frontbreite ca. 6,8 Meter Die beiden Häuser Goldene Gerste und Silberne Kanne waren zunächst voneinander getrennte und später wieder zusammengeführte Teile einer Reihe von Gebäuden, die im Laufe des 16. Jahrhunderts auf diesem Gelände entstanden . 1711 wurden die Goldene Gerste und die Silberne Kanne wieder zu einem Haus vereinigt. Das Haus Goldene Gerste war meist von ärmeren Leuten bewohnt, unter ihnen viele Schulmeister, während in der Silbernen Kanne Mitglieder einfluß-reicher Frankfurter Familien, die Ochs' und die Oppenheimers,. Zu diesen gehörte auch Natan Oppenheimer, der im Jahre 1660 zu den höchstbesteuerten Mitglieder der Jüdischen Gemeinde zählte. Sein Sohn Elias Oppenheimer war der Schwiegersohn des einfluß-reichen Abraham Drach. Im 18. Jahrhundert lebte hier der Seidenhändler Amschel Samuel Ochs. Bei dem großen Brand von 1711 wurde die Häuser zerstört und wiederaufgebaut. Im Jahre 1873 wurden sie von der Stadt übernommen und 1889 abgerissen.


© Jüd. Museum Frankfurt 1992-2002  /  Quellen