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 Infobank Judengassse Frankfurt am Main
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Schwarzer Hirsch

Frontbreite ca. 3,5 Meter Das Haus Schwarzer Hirsch wurde um 1584 auf einem Gelände erbaut, das zum Haus Wolf gehörte. Das Hauszeichen leitete sich möglicherweise von dem Namen des Erstbewohners Hersch aus Bingen ab. Mit ca. 3,5 Meter Breite gehörte das Haus zu den kleineren Häusern der Judengasse, war jedoch entschieden breiter als seine nördlichen Nachbarhäuser, die extrem schmal gebaut waren. Im Jahre 1694 lebten zwei Familien im Haus, die eine Garküche unterhielten. Die Bewohner waren im allgemeinen recht arm. Audrücklich wird dies von einer Familie in der Visitationsliste von 1703 vermerkt. Ein Rabbiner zählte auch zu den Hausbewohnern. Am 23. Januar 1711 wurde der Hausbewohner Gumprecht Mainz ein spätes Opfer des eine Woche davor tobenden Gassenbrandes. Als er seinen Keller aufräumen wollte, wurde er durch einen Deckeneinsturz getötet. Ende des 18. Jahrhunderts lebte ein ärmeres Mitglied der Familie SchnapperWinig im Haus, im 19. Jahrhundert Angehörige der bekannten Rabbinerfamilie Geiger. Bei dem großen Brand von 1711 wurde das Haus zerstört und später wiederaufgebaut. Im Jahre 1879 übernahm es die Stadt zum Abriß.




© Jüd. Museum Frankfurt 1992-2002  /  Quellen