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Goldene Kette

Frontbreite ca. 4,4 Meter Das Haus Goldene Kette wurde in der Mitte des 16. Jahrhunderts unter dem Namen Goldener Schwan von dem bedeutenden jüdischen Finanzmann Josef Goldschmidt erbaut. Nachdem dieser 1572 im Gefängnis gestorben war, erhielt das Haus im Jahre 1580 den Namen Goldene Kette. Der alte Name ging auf ein weiter nördlich gelegenes Haus in der Gasse über. Im 17. und 18. Jahrhundert lebten in dem Haus u.a. Mitglieder der Familien Mainz und Kett, einer aus Mainz stammenden und nach dem Haus benannten Familie, sowie die Buchsbaums und Stiebels. Einige handelten mit Fetten und Ölen, andere mit Kalbfellen und Kleidern. Zu den Hausbewohnern zählte auch ein Rabbiner sowie ein Lotterieunternehmer. Der im Jahr 1800 verstorbene Samuel Seligmann Stiebel war hanauscher Hofagent und Kollekteur der Hanauschen Landkassenlotterie, eine Tätigkeit, die auch auf seinen Sohn überging. Bei dem großen Brand im Jahre 1711 wurde das Haus zerstört und kurz darauf wiederaufgebaut. Im Jahr 1887 übernahm es die Stadt zum Abbruch.


© Jüd. Museum Frankfurt 1992-2002  /  Quellen