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Goldene Hand und Diamant

Frontbreite ca. 3,10 Meter Das Haus Goldene Hand wurde um 1550 erbaut und hieß ursprünglich Esel. Um 1600 wurde es in ein Vorder- und ein Hinterhaus geteilt, letzteres erhielt den Namen Diamant. Im Jahre 1625 wurde das Vorderhaus in Goldene Hand umbenannt. Der erste Bewohner des Hauses stammte aus Worms und war ein Lehrer. Im Vorderhaus lebten die Familien Bonn und Darmstädter, im Hinterhaus Diamant Mitglieder der Familie Mainz, Buchsbaum und Kulp. Im 18. Jahrhundert ernährten sich die Hausbewohner vom Leinen- und Spitzenhandel, zapften Bier, verkauften Weck und waren als Schulmeister tätig. Im Haus wohnte auch ein Jobwächter (Nachtwächter) mit seinen Angehörigen, die sich bereits seit 30 Jahren in der Stadt befanden und dennoch den Status von Fremden hatten. Bei dem großen Brand im Jahre 1711 wurden die Häuser zerstört und bald darauf wiederaufgebaut. Im Jahre 1846 übernahm sie die Stadt zum späteren Abbruch.


© Jüd. Museum Frankfurt 1992-2002  /  Quellen