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 Infobank Judengassse Frankfurt am Main
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Stuhl

Frontbreite ca. 3,2 Meter Das Haus Stuhl entstand im Jahre 1560, als das Nachbarhaus Stege längsgeteilt wurde. Mit ca. 3,20 Metern gehörte es zu den schmalen Häusern der Judengasse. Zu den ersten Bewohnern des Hauses zählten Simon, Sohn des Siskind Bingen aus dem Hause Strauß, und Josef, Sohn des Isaac Bing aus dem Hause Wolf. Im 17. Jahrhundert lebte hier der Schächter Jakob Parnass, im 18. Jahrhundert ein Schulmeister, der Judenschreiber und ein Händler von Häuten sowie deren Familien. Am längsten, über 150 Jahre, wurde das Haus von Mitgliedern der Familie Rapp, auch Bing genannt, bewohnt. Zu ihr zählte auch der 1742 verstorbene Rabbiner David Rappen, der hier geboren wurde, in Marktbreit in Franken als Rabbiner tätig war und in Rödelheim begraben ist. Bei dem großen Brand von 1711 wurde das Haus zerstört und kurz darauf wiederaufgebaut. Im Jahre 1871 übernahm es die Stadt zum Abbruch.




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