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 Infobank Judengassse Frankfurt am Main
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Goldener Kopf

Frontbreite ca. 4 Meter Das Haus Goldener Kopf wurde Ende des 16. Jahrhunderts gebaut. Es gehörte zu drei Neubauten, die am südlichen Gassentor errichtet wurden, nachdem dort das Gelände ein wenig erweitert worden war. Es war das letzte Haus vor dem Tor der Judengasse, da die beiden anderen Neubauten, die Häuser Eule und goldene Ente eigentlich schon außerhalb des Südtores lagen. In dem Haus lebten wie im nördlichen Nachbarshaus Stuhl vor allem Mitglieder der Familie Bing. Diese unterhielten Ende des 17. Jahrhunderts eine Garküche und lebten vom Wechselund Geldgeschäft. Eine fremde Familie ernährte sich von der Arbeit im Taglohn. Einige Jahre später war die Hausbewohnerzahl auf 27 Personen in fünf Wohneinheiten angestiegen. Zu den Hausbewohnern zählten auch zwei Jobwächter (Nachtwächter) und ein Krankenwärter, der den Status eines Fremden hatte. Bei dem großen Brand von 1711 wurde das Haus zerstört und bald darauf wiederaufgebaut. Im Jahre 1863 übernahm die Stadt das Haus und ließ es 1884 abbrechen.


© Jüd. Museum Frankfurt 1992-2002  /  Quellen