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 Infobank Judengassse Frankfurt am Main
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Eule

Frontbreite ca. 4,6 Meter Das Haus Eule wurde um 1571 am südlichen Ende der Judengasse errichtet. Es war 4,6 m breit und lag in einem Garten am Wollgraben vor dem südlichen Gassentor und damit eigentlich bereits außerhalb der Judengasse. Der Zugang zum Haus war nur durch den Hinterhof möglich, der mit den Nachbarhäusern in der Judengasse verbunden war. Der Erstbewohner der Eule war Hertz und stammte aus dem Hause Schiff. Im Jahre 1619 verstarb im Haus der Gassenwächter Liebermann, der wegen Hehlerei und Verwundung eines Christen verhaftet worden war. Ende des 17. Jahrhunderts befand sich eine Herberge für Fremde im Haus. Ebenso wurde es von einem Jobwächter (Nachtwächter) mit seiner Familie bewohnt. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts galt es als dichtbewohntes Haus, in dem insgesamt 37 Leute in acht Haushalten lebten. Bei dem großen Brand von 1711 wurde das Haus zerstört und kurz darauf wiederaufgebaut. Im Jahre 1879 übernahm es die Stadt zum baldigen Abbruch.


© Jüd. Museum Frankfurt 1992-2002  /  Quellen