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 Infobank Judengassse Frankfurt am Main
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Goldener Löwe

Frontbreite ca. 5,4 Meter Das Haus Goldener Löwe wurde 1550 am südlichen Ende der Gasse auf der Ostseite von Manes Mainz erbaut. Ursprünglich war es eine sehr große, vielleicht die größte Liegenschaft in der Judengasse. Um 1600 wurde das Haus abgerissen und das ganze Südende der Gasse neu gestaltet. Aus dem Haus zum Goldenen Löwen wurden zwei Vorder- und fünf Hinterhäuser, die jeweils einen eigenen Namen hatten. Um die Hinterhäuser zu erreichen, erhielt die Judengasse an dieser Stelle eine Seitengasse, die Neugasse hieß. Das neuerbaute Haus zum Goldenen Löwen ragte zum Teil über das Tor am Gassensüdende hinaus, war jedoch nur vom Inneren der Gasse zu betreten. Mit einer Frontbreite von fast 5,5m gehörte es immer noch zu den größten Häusern der Gasse. Die Hausbewohner gehörten meistens der Unterschicht an. Da das Haus unmittelbar gegenüber dem Schlachthaus lag, diente es vor allen den Metzgern als Wohnstatt. Ebenso lebten hier Jobwächter, das sind Nachtwächter, Lebensmittel- und Textilhändler sowie Pelzhändler. Bei dem großen Brand von 1711 wurde das Haus zerstört und bald darauf wiederaufgebaut. Im Jahre 1879 übernahm die Stadt das Haus und ließ es 1887 abreißen.


© Jüd. Museum Frankfurt 1992-2002  /  Quellen