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Goldener Pfau

Frontbreite ca. 2,6 Meter Das Haus Goldener Pfau enstand im Jahre 1664 als Abspaltung vom Nachbarhaus Pfau. Die Bewohner des Hauses waren Mitglieder der Familie Goldschmidt. Einige erhielten nach ihrem Haus den Familiennamen Pfau, andere nach ihrem Beruf des Honigkuchenbäckers den Namen Honig oder nach ihrer Funktion des Gemeindevorstehers den Namen Parneß. Im Jahre 1694 wurde das Haus von zwei Familien bewohnt. Ein Familienvater war Schulmeister, der andere Vorsänger. Im Haus lebte zudem drei Jahre lang ein Jude aus Worms, der den Status des Fremden hatte. Er ver- diente sich seinen Unterhalt als Wasserträger. Später zählten zu den Hausbewohnern auch ein Schreiber und ein Schulklepper, zumeist ärmere Leute. Bei dem großen Brand von 1711 wurde das Haus zerstört und kurz darauf wiederaufgebaut. In den Jahren 1861-70 wurde es von der Stadt übernommen und abgerissen.


© Jüd. Museum Frankfurt 1992-2002  /  Quellen