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 Infobank Judengassse Frankfurt am Main
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Warmes Bad

Frontbreite ca. 6,8 Meter Das Haus Warmes Bad wurde im Jahre 1611 als Wohnhaus mit einer Breite von fast sieben Metern erbaut. Damit war es eines der größten Häuser der Judengasse. An der Front befand sich einer der vier öffentlichen Brunnen der Gasse, der zu den erhaltenen Resten gehört. Der erste Bewohner des Hauses war der reiche Moses Neugaß und seine Familie. Seit 1680 diente das Gebäude als Lehrhaus, die Klause genannt, in dem sich eine Synagoge und eine Talmlehrstube befand. Diese war von dem Darmstädter Hofjuden und jüdischen Wohltäter Manasse Darmstädter gestiftet worden. Ebenso befand sich in dem Haus die Wohnung des jeweiligen Klausrabbiners. Die ersten Klausrabbiner waren gleichzeitig Landesrabbiner von HessenDarmstadt. Hier wohnte von 1685 - 1717/19 der Klausrabbiner Samuel Schotten und von 1717-1761 als sein Nachfolger, Rabbiner Moses Kann. Im 19. Jahrhundert stammten die Klausrabbiner aus der Familie Posen. Bei dem großen Brand von 1711 wurde das Haus zerstört und kurz darauf wiederaufgebaut. Im Jahre 1863 ging es in städtischen Besitz überund wurde abgerissen. 1987 wurden die Fundamente des Hauses zum Warmen Bad freigelegt und wiederaufgebaut. Sie sind hier im Museum zu besichtigen.


© Jüd. Museum Frankfurt 1992-2002  /  Quellen