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Kamel

Frontbreite ca. 3,4 Meter Das Haus Kamel wurde um 1573 erbaut. Es stand auf einem Gelände, das zum Nachbarhaus Weißes Rößlein gehörte. Um die Verbindung des Neubaus zum Haus Weißes Rößlein anzudeuten, erhielt dieser ebenfalls vom Rechneiamt als Hauszeichen ein Tier, nämlich das Kamel. In dem Haus lebten über 200 Jahre hinweg Mitglieder der Familie Goldschmidt, die ursprünglich aus dem westfälischen Städtchen Hameln stammten. Ein Zweig dieser Familie, der auch HirschhornHameln, Lämmche oder Lemgo hieß, hatte im Kamel sein Stammhaus. Ende des 17. Jahrhunderts lebten zwei Familien im Haus, von denen eine mit Lappen und Tuch handelte. Bei dem Brand von 1711 wurde das Haus zerstört und bald darauf wiederaufgebaut. Im Jahre 1883 übernahm es die Stadt zum baldigen Abbruch.


© Jüd. Museum Frankfurt 1992-2002  /  Quellen