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 Infobank Judengassse Frankfurt am Main
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Weißes Rößlein

Frontbreite ca. 2,10 Meter Das Weiße Roß wurde zu Beginn des 16. Jahrhunderts erbaut. Es gehörte ursprünglich der Jüdischen Gemeinde und wurde als Dienstwohnung für den Schulmeister genutzt. Der Lehrer Simmelin aus Geismar und seine Frau waren die ersten Bewohner des Hauses. Beim Pfefferkornschen Bücherstreit wurden auch die Bücher des Simmelin beschlagnahmt. Es scheinen hier ärmere Leute und des öfteren Schulmeister gewohnt zu haben, da etliche Gemeindeeinrichtungen wie z.B. das Ritualbad, die Mikweh, im Kalten Bad ganz in der Nähe lagen. Ende des 17. Jahrhunderts lebte hier eine Familie, die eine Herberge unterhielt und Sprudelwasser verkaufte. Ebenso wohnte damals ein Schulmeister mit seiner Frau und seinem Kind im Haus, die den Status von Fremden hatten; sie stammten aus Homburg und befanden sich bereits seit zwei Jahren unerlaubt in der Stadt. Einige Jahre danach befand sich in dem Haus eine Wirtschaft; ebenso wurde Holz und Sprudelwasser verkauft. Bei dem Brand von 1711 wurdedas Haus zerstört und bald darauf wiederaufgebaut. Im Jahre 1863 übernahm es die Stadt zum baldigen Abbruch.


© Jüd. Museum Frankfurt 1992-2002  /  Quellen