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 Infobank Judengassse Frankfurt am Main
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Gelber Ring

Frontbreite ca. 4,3 Meter Das Haus Gelber Ring wurde um 1573 erbaut. Es war Teil des ursprünglich in den Jahren 1460-62 mit der Einrichtung der Judengasse erbauten Hauses Schwarzer Ring. Nachdem die Bewohner des Schwarzen Ringes um 1570 wegen bestimmter Vergehen aus der Stadt gewiesen worden waren, verlor das Haus Schwarzer Ring sein Hauszeichen und wurde in zwei Häuser geteilt, den Gelben Ring und den Rost. Der Gelbe Ring war das Stammhaus der Familie Fuchs, deren Mitglieder hier bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts wohnten. Die Familienväter übten über Generationen hinweg den Beruf des Vorbeters aus. Die hebräische Bezeichnung hierfür, Chasan, wurde daher auch zum Familiennamen. Der Stammvater Joel Chasan wurde auf seinem Grabstein gepriesen als: "Der Fürst in der Lehre, bewandert in allen Zweigen der jü-dischen Wissenschaft, wahrhaft in seinem Urteil." Bei dem Brand von 1711 wurde das Haus zerstört und bald darauf wiederaufgebaut. Im Jahre 1875 übernahm es die Stadt zum Abbruch.


© Jüd. Museum Frankfurt 1992-2002  /  Quellen