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Grüne Traube

Frontbreite ca. 2,5 Meter Das Haus Traube war ursprünglich ein sehr großes, ca. 7,7 Meter breites Haus, das für den Wunderarzt Oscher aus Wimpfen erbaut wurde. Hier lebten im 16. Jahrhundert auch zwei bekannte Frankfurter Gelehrte, der Lehrer Jakob aus Prag mit seinem Sohn, der noch berühmtere Akiwa Frankfurter. Beiden diente das Haus als Übergangswohnung, sie hatten vorher im Haus Flasche gewohnt und zogen später in das Haus Heppe. 1599 wurde das Haus abgerissen. Auf dem Gelände entstanden drei neue, sehr schmale Häuser. Jedes dieser Häuser war nur noch ca. 2,5 Meter breit. Sie hießen Grüne oder auch Goldene Traube, Rote Traube und Goldenes Faß. Im Haus Grüne Traube lebten Ende des 17. Jahrhunderts zwei Familien, von denen eine im Wechselgeschäft tätig war, während die andere, ein Ehepaar mit 4 Kindern, den Status von Fremden hatten. Der Familienvater stammte aus Worms und arbeitete als Schreiber bei einem Mitglied der Familie Oppenheimer. Bei dem großen Brand von 1711 wurde das Haus zerstört und kurz darauf wiederaufgebaut. Im Jahr 1864 übernahm es die Stadt zum baldigen Abbruch.


© Jüd. Museum Frankfurt 1992-2002  /  Quellen