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Weißes Schild

Frontbreite ca. 2,3 Meter Das Haus Weißes Schild wurde um 1599 errichtet. Es befand sich auf einem Gelände, auf dem früher die älteren Häuser Schwarzes und Weißes Schild gestanden hatten. Dieser Neubau übernahm den Namen eines der abgebrochenen Gebäude: Weißes Schild. Das Haus wurde unter anderem von einem Zweig der Familie Landau bewohnt. Diese nannten sich auch Maas oder Mais und hießen vor 1640 nach dem Haus Weisschild. So hatte Salomon Landau bereits seit 1580 erst in dem alten und dann in dem neuen Gebäude Weißes Schild gewohnt. Er gehörte 1610 zu den höchstbesteuerten Juden und war als Vorsteher der Jüdischen Gemeinde tätig. Auch seine beiden Söhne zahlten seit 1630 die höchsten Steuern. Ende des 17. Jahrhunderts bewohnten zwei Familien das Haus, die anscheinend nicht mehr so wohlhabend waren; ein Familienvater arbeitete als Makler und vermittelte Handelsgeschäfte, der andere verkaufte Weck. Einige Jahre später lebte in dem Haus eine Familie, die mit Silber handelte, sowie eine Witwe, die ausdrücklich als"arm" bezeichnet wird. Bei dem großen Brand von 1711 wurde das Haus zerstört und bald darauf wiederaufgebaut. Im Jahre 1864 übernahm es die Stadt zum baldigen Abbruch.


© Jüd. Museum Frankfurt 1992-2002  /  Quellen