< Start
< zurück
 Infobank Judengassse Frankfurt am Main
 Häuser  Personen  Familien  Berufe  Ereignisse  Begriffe

 
 
 
 
 
 
 
 

Weinheber

Frontbreite ca. 2,7 Meter Das Haus Weinheber wurde um 1600 erbaut. Es befand sich auf einem Gelände, auf dem früher die alten Häuser Schwarzes und Weißes Schild gestanden hatten. Nach deren Abbruch um 1599 wurden zwei Neubauten errichtet, von denen der eine den alten Namen Weißes Schild behielt, der andere nun Weinheber hieß. Das Hauszeichen stellte das gleichnamige Küfergerät dar. Seit 1610 bewohnten Mitglieder der Familie Landau das Haus. Diese waren hierher umzogen, nachdem ihr Haus Goldener Bär in den Besitz der Familie HaasKann übergegangen war. Über zweihundert Jahre lang wohnten die Landaus im Weinheber. Ende des 17. Jahrhunderts lebten zwei Familien im Haus, die in der Textilbranche tätig waren. Eine handelte mit "Nadeln und Garn", die andere mit "Wollentuch". Bei dem großen Brand von 1711 wurde das Haus zerstört und bald darauf wiederaufgebaut. Im Jahre 1863 übernahm es die Stadt zum baldigen Abbruch.


© Jüd. Museum Frankfurt 1992-2002  /  Quellen