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 Infobank Judengassse Frankfurt am Main
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Goldener Hase

Frontbreite ca. 4 Meter Das Haus Goldener Hase enstand um 1630 durch Umbenennung des Hauses Roter Hut. Das Haus wurde um 1515 von dem Glaser Leiser erbaut und hieß ursprünglich das Haus des Glasers. Ab 1527 wurde es Roter Hut genannt, nicht zu verwechseln mit dem jüngeren Haus Roter Hut. Nach dem Einzug der Familie Haas hieß es Goldener Hase. Es wurde stets nur von Mitgliedern der Familie Haas bewohnt, die vom Roten Hasen stammten, und bildete eines ihrer insgesamt drei Stammhäuser. Im allgemeinen handelten die Haas mit Tuch und Stoffen. Der Erbauer des Hauses war ein Glaser und gehörte zu den wenigen Handwerkern der Judengasse. Er hieß Leiser und war der Sohn des Vorbeters und Schwarzfärbers Isaac, der im Schlüssel wohnte. Ende des 16. Jahrhunderts gehörte ein Mitglied der Familie Haas namens Model GrotewohlHase einer Gruppe von 23 Juden an, die sich im September 1683 auf den Weg nach Wien zum kaiserlichen Hof machte. Dabei wurden die Reisenden in der Nähe des Klosters Neuburg überfallen und ermordet. Bei dem großen Brand von1711 wurde das Haus zerstört und wenig später wiederaufgebaut. Im Jahre 1883 übernahm es die Stadt das Haus zum Abbruch.


© Jüd. Museum Frankfurt 1992-2002  /  Quellen