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 Infobank Judengassse Frankfurt am Main
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Goldener Bär

Frontbreite ca. 3 Meter Das Haus Goldener Bär wurde um 1595 vom Nebenhaus Goldene Krone durch den reichen Beer Haas abgeteilt. Dieser gehörte zur Familie Haas, eine der bedeutendsten und wohlhabendsten Familien der Judengasse. Er war ein Schwiegersohn des Joseph Oppenheimer zum Weißen Löwen. Wie sein Bruder Samuel Haas im Nachbarhaus Goldene Krone zählte auch Beer Haas seit 1610 zu den höchstbesteuerten Gemeindemitgliedern. Sein Sohn Samuel Haas III. wohnte auch hier und starb 1657 als Vorsteher der Gemeinde. Er war viermal verheiratet und hatte sieben Kinder. Im Jahre 1644 zahlte er mit 32 Gulden den höchsten Hauszins. Im Haus wohnten ebenfalls Mitglieder der Familien Beer oder Kann, sowie später der Familie Drach. Im Jahre 1694 lebte hier eine Familie, die mit Juwelen handelte. Die jung verheiratete Tochter wohnte mit ihrem Mann noch bei den Eltern. Neun Jahre danach wird als Betätigung das Wechselgeschäft angegeben. 1709 bewohnten zwei Familien das Haus. Bei dem großen Brand von 1711 wurde das Haus zerstört und bald darauf wiederaufgebaut. Im Jahre 1883 ging es in städtischen Besitz über und wurde abgebrochen.


© Jüd. Museum Frankfurt 1992-2002  /  Quellen