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Weißer Bär

Frontbreite ca. 2 Meter Das Haus Weißer Bär wurde im Jahre 1592 erbaut. Es wurde von dem Nachbarhaus Schwarzer Bär abgeteilt. Mitglieder der dort wohnhaften Familie Worms, die aus der gleichnamigen Stadt stammten, zogen in das Haus ein. Ein am 29. Oktober 1688 verstorbener Sohn dieser Familie, Amschel Worms, hatte einen ganz besonders schlechten Ruf. Er wurde 1683 gemeinsam mit Bonem aus Rödelheim wegen Mißhandlung eines Soldaten aus der Stadt gewiesen. Ein Jahr später wurde er erneut in der Stadt entdeckt und wegen Diebstahlverdachts ausgepeitscht und erneut ausgewiesen. Sein Spitzname war "Hurenamschel". Um 1703 bewohnten zwei Familien das Haus, die mit Eier, Weck, Leinen und Pelz handelten. Seit 1710 lebten hier Mitglieder der Familie OppenheimerHeidelburg, ein Zweig der Familie Oppenheimer. Aaron Salomon war der Sohn des reichen Gemeindevorstehers Salomon Oppenheimer, der im Nachbarhaus Schwarzer Bär wohnte. Aaron heiratete im Jahre 1710 Miriam Emrich und starb 1746. Seine drei Söhne starben ledig. Bei dem großen Brand von 1711wurde das Haus zerstört und bald darauf wiederaufgebaut. Im Jahre 1868 ging es in städtischen Besitz über und wurde abgebrochen.


© Jüd. Museum Frankfurt 1992-2002  /  Quellen