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 Infobank Judengassse Frankfurt am Main
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Apfelbaum mit Hinterhaus Dattelbaum

Frontbreite ca. 3,10 Meter Das Haus Apfelbaum entstand in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts, als das Nachbarhaus Buchsbaum dreigeteilt wurde. 1620 erhielt das Haus noch ein Hinterhaus. Um die baugeschichtliche Zusammengehörigkeit der Häuser kenntlich zu machen, erhielten sie als Hausnamen alle einen Baumnamen. So wurde das Hinterhaus des Hauses Apfelbaum nun Dattelbaum genannt. Diese beiden Häuser wurden insbesondere von der Familie GoldschmidtKassel bewohnt. Sie verteilte sich über mehrere Häuser in der Judengasse, vor allem war sie mit dem Nachbarhaus Buchsbaum, von dem ja das Haus Apfelbaum abgetrennt worden war, eng verbunden. Die Familie GoldschmidtKassel lebte vom Warengroß-handel, vor allem mit Tuch, und von Geldgeschäften. Sie gehörte zu den wohlhabendsten Familien der Frankfurter Juden. Bei den großen Bränden in der Judengasse in den Jahren 1711, 1721 und 1796 wurden die Häuser Apfelbaum und Dattelbaum dreimal zerstört. Während sie nach den beiden ersten Bränden wiederaufgebaut wurden, entschied man sich nach dem Brand von 1796 für eine großzügige Neugestaltung des gesamten nördlichen Gassenareals. Die Häuser verschwanden dabei endgültig aus dem Frankfurter Stadtbild.


© Jüd. Museum Frankfurt 1992-2002  /  Quellen