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 Infobank Judengassse Frankfurt am Main
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Löwengrube

Frontbreite ca. 1,7 Meter Das Haus Löwengrube wurde um 1600 erbaut. Es entstand, als das Haus Goldener Löwe abgerissen und durch insgesamt sieben Neubauten, zwei Vorder- und fünf Hinterhäuser, ersetzt wurde. Es war das letzte und mit einer Frontbreite von ca. 1,7 Meter zugleich das schmalste der fünf Hinterhäuser in der Neugasse, die als kleine Seitensackgasse am Südende der Gasse abzweigte. Das Hauszeichen Löwengrube wurde vom Rechneiamt gewählt, weil dieses Haus vom Vorderhaus Goldener Löwe abstammte. Gleichzeitig bildete es den Abschluß der Sackgasse, der Grube. Wie in den anderen Häusern am südlichen Ende der Judengasse wohnten auch im Haus Löwengrube Metzger, Krankenwärter und Jobwächter. Dies waren alles schlecht bezahlte Berufe, so daß die Hausbewohner überwiegend der Unterschicht angehört haben. In den Quellen werden auch "Arme" und Fremde erwähnt. Bei dem großen Brand von 1711 wurde das Haus zerstört und kurz darauf wiederaufgebaut. Im Jahre 1884 wurde es von der Stadt übernommen und bald darauf abgerissen.


© Jüd. Museum Frankfurt 1992-2002  /  Quellen