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Moses Schreiber

(Chatam Sofer) Moses Schreiber wurde 1763 in Frankfurt geboren. Er war der begabteste Schüler der damals in Frankfurt lehrenden Rabbiner, so des Oberrabbiners Pinchas Hirsch Isch Horowitz. Seinem Lehrer Nathan Adler folgte er nach Boskowitz in Mähren. Dort übernahm er mit 19 Jahren das Amt des Rabbiners. Im Jahre 1803 ging er nach Preßburg, wo er eine weltberühmte Jeschiwa gründete. Seine religionsgesetzlichen Entscheidungen tragen den Titel "Chatam Sofer", das bedeutet: Schreiber hat besiegelt. Diese Überschrift wurde zu seinem Namen mit dem er in die jüdische Literatur einging und als talmudische Autorität Weltruf erlangte. Chatam Sofer war ein erbitterter Gegner und Bekämpfer des Reformjudentums und vertrat die Normen einer strengen Orthodoxie. Judentums. In seinem Testament verbot er seinen Kindern u. a., die Werke Moses Mendelssohns zu lesen. Seine Briefe und Responsen unterschrieb er zeitlebens mit "Moses Sofer aus Frankfurt". Im Jahre 1839 starb er in Preßburg (Bratislava). Sein Grabentwickelte sich bald zur Wallfahrtstätte, an der sich heute das ChatamSoferMausoleum befindet.




© Jüd. Museum Frankfurt 1992-2002  /  Quellen