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 Infobank Judengassse Frankfurt am Main
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Kleidung der Juden/Kleiderordnung

In der mittelalterlichen Gesellschaft wurde im allgemeinen von der Obrigkeit, in Frankfurt vom städtischen Rat, angeordnet, daß sich in der Art der Kleidung die Zugehörigkeit einer Person zu Stand, Beruf oder Glaubensgemeinschaft ausdrücken müsse. Auch die Juden sollten unmittelbar als solche erkennbar sein. Bei ihnen hatte vor allem auch die Kirche darauf gedrungen, daß sie sich besonders kenntlich machten. Etwa seit Einrichtung des Ghettos im Jahre 1462 mußten sie in Frankfurt zu diesem Zweck ein besonderes Abzeichen, den gelben Ring, tragen. Im frühen 18. Jahrhundert hatte die Reglementierung der Kleidung durch die städtische Obrigkeit nachgelassen. Die letzte Kleiderordnung des Rats für die Frankfurter Bürger datiert aus dem Jahre 1731. Den gelben Ring mußten die Juden seit 1728 nicht mehr tragen. Gleichwohl bildete sich damals eine besondere Judentracht heraus, durch die Juden nach wie vor erkennbar waren. Jetzt war es die jüdische Gemeindeverwaltung selbst, die den Juden Kleidervorschriften machte, die sie durch sogenannte Observatoren überwachen ließ. Mit diesenAnordnungen sollten einer als verwerflich geltenden Luxus- und Verschwendungssucht vorgebeugt werden. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts hatte die Gemeindeverwaltung solche Vorschriften erlassen, die in der Praxis aber selten eingehalten wurden.












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