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 Infobank Judengassse Frankfurt am Main
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Koscher

Koscher, vom hebräischen Kascher, heißt rein, tauglich und bedeutet, daß eine Sache gemäß dem jüdischen Religionsgesetz verwendet werden darf. Im heutigen Sprachgebrauch bezieht es sich vor allem auf die Speisevorschriften, obwohl es auch auf andere Bereiche zutrifft. Die religionsgesetzlichen Speisevorschriften der Juden sind sehr detailliert und strikt. Gemäß dem Verbot in den 5 Büchern Moses :"Du sollst das Böckchen nicht in der Milch seiner Mutter kochen", wird eine strikte Trennung von Fleisch- und Milchgerichten mit jeweils unterschiedlichem Geschirr verlangt. Die einzelnen Bestimmungen sind im Talmud und anderen religionsgesetzlichen Werken ausführlich dargelegt. So dürfen nur bestimmte Tiere verspeist werden, die wiederum in besonderer Weise geschlachtet werden müssen. Von Vieh und Wild dürfen nur diejenigen Tiere verwandt werden, die gespaltene Klauen besitzen und Wiederkäuer sind, so sind z.B. Rinder, Schafe, Ziegen und Rehe, nicht aber Pferde, Schweine oder Kaninchen zum Verzehr erlaubt. Fische müssen Schuppen und Flossen besitzen, bei Vögelngibt es keine allgemeinen Merkmale, hier werden die erlaubten Tierarten namentlich angegeben. Auch die Regeln für das Schächten sind auf das genaueste festgelegt und müssen vom Schächter eingehalten werden. Das geschächtete Fleisch muß eine Weile in Wasser und Salz liegen, damit noch enthaltenes Blut entfernt wird. Diesen Vorgang nennt man "koscher machen". Der Verzehr des Blutes von Tieren und Vögeln ist untersagt. Erst danach ist das Fleisch küchenbereit.




© Jüd. Museum Frankfurt 1992-2002  /  Quellen